TU Clausthal zu Gast

28 Feb, 2010
Autor: saw
Kategorie: Fächer

tu
Von wegen graue Theorie: Wie spannend Chemie und Physik sein kann, erlebten am Freitagvormittag die neunten Klassen und die Leistungskurse für Physik und Chemie am Gymnasium Ernestinum. Dort waren Andreas Czymai und Jochen Brinkmann von der Technischen Universität (TU) Clausthal zu Gast, die unter anderem eine mobile Gießerei mitgebracht hatten und mit verschiedenen Experimenten zeigten, wie Physik und Chemie den Alltag bestimmen.
Die beiden TU-Mitarbeiter demonstrierten beispielsweise, wie die Beimischung bei Metallen, eine Legierung, zwar die Funktion eines Gegenstandes erhält, aber seine Eigenschaften verändert. Eine Bronzeglocke klingt lange nach, das soll sie auch. Aber die gleiche Eigenschaft ist beispielsweise bei Schiffsschrauben höchst unerwünscht, ist doch jeder Klang auch mit einer Schwingung verbunden. Deshalb bestehen Schiffsschrauben aus einer hochwertigen, starken, aber auch leicht elastischen Manganbronze-Legierung – was Czymai auch praktisch demonstrierte.
Spannend auch die Stahlfeder mit Formgedächtnis: Steckt man eine auseinandergezogene Stahlfeder wie bei einem Kugelschreiber in warmes Wasser, zieht sie sich wieder zu ihrer ursprünglichen Form zusammen. Was übrigens nicht mit handelsüblichen Kugelschreibern funktioniert, verriet Czymai: Dort wird nicht so teures Memory-Metall verwendet; wohl aber in der Medizin, wo diese spezielle Eigenschaft Leben retten kann – ein Ergebnis der Werkstoffwissenschaften, ein Fachgebiet, das man studieren kann.
Aus einer Aluminium-Silicium-Legierung goss dann Brinkmann in der mobilen Gießerei, draußen, unter freiem Himmel, ein Relief der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute – Clausthal-Zellerfeld ist bekanntlich eine alte Bergarbeiterstadt in der es heute noch ein Institut für Bergbau gibt.
Für die Technische Universität war der Vormittag nicht nur Wissensvermittlung, sondern auch eine Werbung für ein Physik- oder Chemiestudium. Gelehrt und geforscht wird in Clausthal in den Bereichen Energie und Rohstoffe, Natur- und Materialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Informatik, Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Maxime an dieser Uni ist die enge Vernetzung von Natur-, Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften innerhalb einer anwendungsorientierten Forschung. Organisiert wird sie in drei innovativen Zentren: dem Energie-Forschungszentrum Niedersachsen, dem Clausthaler Zentrum für Materialwissenschaften sowie dem Simulationswissenschaftlichen Zentrum.

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