Wir war’n gekommen, um zu proben – gingen 5 Tage nicht weg!

24 Jan, 2023
Autor: Hm
Kategorie: Allgemein

Burg Ludwigstein, 15.-20.01.2023

Nach zwei Jahren Pause begab es sich am Sonntag, den 15.01.2023 endlich wieder, dass rund 60 Schüler/innen unserer Schule inklusive ihrer Lehrkräfte und Betreuer neben ihrem Gepäck auch eine ganze Reihe an Musik-, Technik- und Theaterequipment in zwei Reisebusse luden und sich auf den Weg nach Hessen machten – genauer gesagt auf den Weg zur legendären Probenfahrt zur Jugendburg Ludwigstein. Durch einige Erzählungen und Schwärmereien der letzten Jahre waren auch die neu dazugestoßenen Ensemblemitglieder voller Vorfreude und so startete die Woche für alle Beteiligten motivationsgeladen. Kaum auf der Burg angekommen, räumten die Theater-AGs (Sek I und Sek II), die Bigband, Ernies Hausband und die Technik-AG all das Probenequipment in die vielseitigen und atmosphärisch besonderen Räume der Jugendburg und bezogen ihre Zimmer. Nach einem gemeinsamen Abendessen folgten dann auch bereits die ersten Proben und Absprachen in den jeweiligen Ensembles und während die Theater-AGs ihre Texte durchgingen, die Technik-AG ihr Setup aufbaute und die Bands ihre Instrumente stimmten, konnte man schon bald die ersten musikalischen Klänge durch den Burghof schallen hören.

An den folgenden vier Tagen folgten intensive Proben, teilweise bis zu acht Stunden am Tag – lediglich unterbrochen durch die Mahlzeiten, vereinzelte Jam-Sessions in den Mittagspausen oder kurze Spielerunden in den jeweiligen Gruppen. Die Technik-AG unter Leitung von Till Heinze fokussierte sich in der Woche darauf, ihr bereits vielseitig erworbenes Knowhow an die jüngere Generation weiterzugeben, damit wir auch in Zukunft von ihrer Unterstützung bei diversen Schulveranstaltungen und Konzerten profitieren können. Unter anderem mischten sie die Proben von Ernies Hausband unter der Leitung von Chris Beckmann ab, welche neben den bereits beim Publikum beliebten Songs auch drei neu arrangierte Titel intensiv probte, um diese bei zukünftigen Auftritten in ihr Repertoire übernehmen zu können. Die Bigband sorgte ebenfalls dafür, dass die Burg fünf Tage lang in musikalische Klänge gehüllt wurde und vertiefte bei ihren Proben nicht nur ihre altbewährten Klassiker, auch neue Arrangements und das Dirigieren einer solchen Band wurden unter der Leitung von Fabian Bender erprobt. Währenddessen ging es auch bei den beiden mitgereisten Theater-AGs des Ernestinums heiß her: Die Theater-AG der Sek II widmete sich unter der Leitung von Alexander Wolf mit Nachdruck ihrem Stück „The Great Gatsby“ und fand vielseitige Wege, diese Geschichte nicht nur durch gesprochenes Theater, sondern auch durch tänzerische Beiträge auf die Bühne zu bringen – eine Aufführung des von Dekadenz, Ausschweifungen, Idealismus, Widerstand

gegen Veränderungen und sozialen Umbrüchen handelnden Meisterwerks Fitzgeralds ist voraussichtlich für März 2023 geplant. Ebenfalls mit Blick auf eine geplante Aufführung im Mai diesen Jahres probte die Theater-AG der Sek I (Jg. 8-10) unter der Leitung von Sally Hansmann intensiv an ihrem ersten umfänglichen Stück „Mörder mögen’s messerscharf“ und fand sich dabei immer mehr in den teils skurril-humoristischen Rollen dieser Krimikomödie über den verstorbenen Baron Ansgar von Herrschershausen und seine verzwickte Familiengeschichte zurecht – so sehr, dass sie sie sogar außerhalb der Proben noch voller Überzeugung verkörperten.

Als es dann am Donnerstagmorgen zu schneien begann, wurden die Proben teilweise durch kurze Eskapaden im Schnee unterbrochen, jedoch danach umso mehr intensiviert, da alle am Donnerstagabend zur traditionellen Werkschau der AGs ihr Bestes geben und ihre bis dahin erprobten Ergebnisse prästieren wollten. So stieg die Nervosität bei einigen und mischte sich mit der Vorfreude auf einen bunten Abend bei den anderen, bis es dann nach dem Abendessen soweit war, und sich alle gemeinsam im Saal der Burg um die Bühne versammelten, auf welcher die Theater-AG der Sek I den Anfang machte und eine Art Trailer mit ausgewählten Szenen ihres Stückes präsentierte. Daran schloss sich ein

kurzes Konzert der Bigband an, bei welchem sich zeigte, welche Besonderheiten die Burgfahrt ermöglicht, denn Marlin Schwake (eigentlich Mitglied der Theater-AG Sek II) sang zu den Klängen der Bigband den Robbie Williams Klassiker „Angels“ – ein AG-Übergriff, den so eine Woche außerhalb des normalen AG-Betriebs ermöglichte. Aber auch die anderen – teils durch Gesang aus den eigenen Reihen begleiteten – Stücke der Bigband ließen nicht mehr erahnen, dass diese erst seit einem Halbjahr und in neuer Zusammensetzung mit ihrem ebenfalls neuen Leiter, Musikschullehrer Fabian Bender, gemeinsam daran arbeitet. Den Abschluss des Abends lieferte dann Ernies Hausband im Rittersaal der Burg, abgemischt und atmosphärisch unterstützt durch eine Lichtshow der Technik-AG. Zu Songs wie „Shut up and dance“ oder „Uptown Funk“ steigerte sich die Stimmung nach den vielen intensiven Proben immer mehr und alle begannen, bei dieser Art kleinen Abschiedsparty gemeinsam zu wippen oder zu tanzen. Danach klang der letzte Abend, für den auch einige Ehemalige ihren Weg zur Burg fanden, am Lagerfeuer mit gemeinsamem Singen und schwelgenden Gesprächen über die hinter uns liegende Woche gemütlich aus.

Am Freitagmittag kamen dann alle Schülerinnen und Schüler inklusive betreuender Lehrkräfte wieder wohlbehalten, wenn auch etwas müde, am Ernestinum an. Die Ergebnisse der Woche zeigen ganz eindeutig, dass man sich im Laufe des Jahres auf zwei tolle Theaterstücke und auch wieder auf ein gemeinsames und vielschichtiges Sommerkonzert von Bigband und Ernies Hausband freuen darf.

Nach dieser gelungenen Woche steht eines nun ganz sicher fest – nach zwei Jahren ohne, heißt es auch nächstes Jahr wieder „Wir sind gekommen, um zu proben, gehen nicht mehr weg!“ Und auch die Burgleitung freut sich schon darauf, wieder unsere musikalischen und theatralischen Klänge durch den Burghof schallen zu hören.

Trotz der etwas holprigen Handyvideoqualität wollen wir euch kurze musikalische Impressionen des letzten Abends natürlich nicht vorenthalten:

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