KINEMA – 2007

11 Feb, 2007
Autor: saw
Kategorie: Allgemein

Im Rahmen der Landespartnerschaft mit der Region Haute-Normandie begannen unter Federführung des niedersächsischen Kultusministeriums niedersächsische und französische Schulen das Projekt „KINEMA“. Jugendliche beider Länder analysieren wechselseitig einen Spielfilm mit „Jugendproblematik“ im Unterricht, tauschen ihre Ergebnisse und Positionen über ein Internetforum aus und treffen sich abschließend zu einer gemeinsamen Würdigung. Das erarbeitete Unterrichtsmaterial soll anschließend weiteren interessierten Schulen sowohl in Niedersachsen als auch in der Haute-Normandie zur Verfügung gestellt werden.
Unsere Schülerinnen aus den Französischkursen des 11. und 12.Jahrgangs arbeiten mit dem Lycée Francois 1er aus Le Havre zusammen.
KINEMA ist ein filmdidaktisches Schulprojekt im Rahmen der Regionalpartnerschaft zwischen dem Land Niedersachsen und der Region Haute-Normandie. Die Zielsetzungen des Projektes liegen zum einen im Bereich der filmkulturellen Erziehung, zum anderen im Bereich des interkulturellen Lernens. In jedem Schuljahr werden ein deutscher und ein französischer Filmbeitrag ausgewählt, die das Zentrum vielseitiger Begegnungen für die teilnehmenden Lerngruppen und ihre Lehrer (sechs aus jedem Land) bilden. Diese Begegnungen gründen auf den fünf wesentlichen Bausteinen des Projekts:
(1) Eine gemeinsame Fortbildung der teilnehmenden deutschen und französischen Lehrkräfte zu den ausgewählten Filmen: Unter der Leitung eines renommierten Filmwissenschaftlers werden die Filme analysiert, bevor gemeinsame Schwerpunkte bei der Behandlung der Filme im Unterricht sowie Kommunikationsprojekte der in deutsch-französischen Binomen arbeitenden Schülergruppen zum Austausch über die Filme vereinbart werden.
(2) Ein vielseitiger interkultureller Dialog: Der Dialog zwischen deutschen und französischen Schülern wird durch die thematische Klammer bei der Auswahl der Filme und bei der Festlegung der Kommunikationsprojekte, die über eine dafür eingerichtete Plattform im Internet realisiert werden, auch zu einem Dialog der ausgewählten Filme untereinander.
(3) Das Kino als authentischer Ort der Filmrezeption: Vor der Behandlung der Filme im Unterricht erleben die beteiligten Schüler beide Filme im Kino – an ihrem ursprünglichen Aufführungsort.
(4) Ein Dialog zwischen Filmerziehung und Filmkultur: Filme sollen nicht nur (lästiger) Gegenstand der Arbeit im Klassenraum sein. Vielmehr sollen die hinter ihnen stehenden Personen und Ideen zum Vorschein kommen. KINEMA organisiert deshalb ein Zusammentreffen des Regisseurs des deutschen Filmbeitrags mit den französischen Schülern und des Regisseurs des französischen Filmbeitrags mit den deutschen Schülern.
(5) Ein deutsch-französisches Begegnungsseminar: Zum Abschluss des Projektjahres leben und arbeiten deutsche und französische Delegierte (4 pro Lerngruppe) drei Tage lang zusammen. In deutsch-französischen Ateliers verdichten sie ihre Erkenntnisse über die ausgewählten Filme unter verschiedenen Fragestellungen und präsentieren die Ergebnisse anlässlich einer feierlichen Abschlussveranstaltung.
KINEMA versteht sich folglich als dialogisch ausgerichtetes Projekt. Seine wesentlichen Aufgaben bestehen darin, den Dialog über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg zu fördern und den Dialog zwischen Bildung und (Film-)Erziehung auf der einen Seite und (Film-)Kunst und (Film-)Kultur auf der anderen Seite zu intensivieren. Eine Publikation über die Arbeit von KINEMA ist in Vorbereitung.
Themen und ausgewählte Filme in den Jahren 2004-2007
Projektjahr 2004-05
Thema: Adoleszenz
Kleinruppin forever von Carsten Fiebeler (Deutschland 2004)
Fais-moi des vacances von Didier Bivel (Frankreich 2002)
Projektjahr 2005-06
Thema: Liebe und ihre Hindernisse
Zeppelin! von Gordian Maugg
(Deutschland 2005)
A la folie… pas du tout von Laetitia Colombani (Frankreich 2002)
Projektjahr 2006-07
Thema: Gefährliche Begegnungen
Expresso von Burhan Uzunyayla
(Deutschland 2005)
Harry, un ami qui vous veut du bien
von Dominik Moll (Frankreich 2000)
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DEUTSCHLAND
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Erwinstr. 2
D- 30175 Hannover
Tel. +49 (0)177-2673380
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