Ninia La Grande macht Literatur lebendig

ninialagrandeSchon zum zweiten Mal war Ninia La Grande, die angesagte Autorin, Moderatorin, Bloggerin und Poetry Slammerin aus Hannover, am Gymnasium Ernestinum Rinteln, um für Schüler und Schülerinnen des 10. Jahrgangs zu lesen. Fast 200 Zuhörer haben sich um kurz nach halb 12 am Montag, den 25. Januar 2016, im Forum der Schule versammelt, nachdem auch Schüler der Oberstufe, die Ninia aus dem letzten Jahr kennen, erschienen waren, um die Geschichten der Autorin noch einmal zu hören. Vier Kurzgeschichten aus ihrem Buch „…und ganz, ganz viele Doofe!“ liest sie vor – geplant waren nur drei, aber auf Anfrage einer Zuhörerin gibt es zum Abschied noch eine vierte. Denn die Geschichten sind „richtig gut“ und „wirklich lustig“. Das findet auch Mareike (18), die selbst schreibt und an Poetry Slams teilnimmt. Aber nicht nur die Mitglieder der „Poetry Slam“-AG, die Kristina Rehr (Lehrerin am Ernestinum und Organisatorin der Veranstaltung) leitet, sind begeistert, auch Schüler des 10. Jahrgangs äußern sich positiv. „Sehr gut!“ urteilt zum Beispiel Marie (15): „Ich find sie toll.“ Tatsächlich ist es vor allem der Mensch, der dort sitzt und erzählt, der die Schüler gebannt zuhören lässt. Ninia La Grande ist humorvoll, authentisch und ehrlich und mit ihren Geschichten trifft sie nicht nur den Nerv der Zeit, sondern auch den Geschmack der Jugendlichen. Es sind Dinge, die sie selbst schon einmal erlebt haben, alltägliche Ereignisse aus dem Leben einer jungen Frau niveauvoll und lustig erzählt. Nicht selten unterbricht daher auch lautes Lachen die aufmerksame Stille im Forum. „Sie erreicht die Schüler!“, stellt C. Conrad, Referendar für Deutsch und Geschichte am Ernestinum, fest. Und genau das möchte sie. „Literatur ist nicht tot, Literatur ist nicht nur Goethe, Literatur ist auch modern!“ sagt die Autorin. Und sie lässt die Schüler auch selbst schreiben. Denn sie hofft auf neue Talente, die ihren Weg auf die Poetry Slam Bühnen finden. Daher spricht sie offen über ihr Leben und ihre Erfahrungen als Autorin und Slammerin und animiert die Schüler, es einfach selbst einmal zu versuchen. Damit eröffnet sie neue Perspektiven, gerade im Literaturbereich, und viele Schüler freuen sich über die Denkanstöße. „Das ist sehr gut, weil man mal mehr sieht als nur Schule“, sagt Lucas (17). Und die Autorin freut sich über das Interesse und hat sichtlich Spaß an der Veranstaltung. Denn die war, so Christopher (16), „an sich ziemlich cool“.

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