Die Swingkids
Die Swingkids unter der Leitung von Daniel Ellermann stellen die Vorstufe zur Big-Band dar. Hier können alle die zusammen Big-Band- und Swingmusik machen, die noch nicht so lange auf ihrem Instrument spielen, so z.B. auch die Absolventen der Bläserklasse. Ziel der Swingkids ist es, die Nachwuchsmusiker allmählich an das Niveau der Big-Band heranzuführen. Allerdings nutzen wir hier auch jede Möglichkeit, um uns musikalisch am Schulleben zu beteiligen. Schaut doch einfach mal bei uns vorbei. Wir treffen uns jeden Donnerstag von 14 bis 15.30 Uhr in Raum 518!
Sechs Wochen durch Afrika - 20 Jugendliche radeln für humanitäres Projekt / Ernestinum Partnerschule
5000 Kilometer zu den Quellen des Lebens
Rinteln (mld). 5000 Kilometer durch Ostafrika zu radeln, klingt nicht nach entspanntem Urlaub. Und nicht gerade nach einer Sache, mit der 20 Jugendliche aus Niedersachsen und der Normandie gerne sechs Wochen ihrer Zeit verbringen. Doch um genau dieses Vorhaben ging es, als die Schulabgänger gestern ihr Trainingslager auf den Wiesen des Gymnasiums Ernestinum aufgeschlagen und staunenden Schülern eine Dusche in Zeltform oder die Bauweise eines “Holzsparofens” erklärt haben.

Bela David (r.) zeigt, wie der “Holzsparofen” funktioniert, auf dem gerade Artischocken köcheln. Foto: mld
Bei dem Projekt “An den Quellen des Lebens” geht es um eine Kooperation zweier humanitärer Organisationen aus Frankreich. Eine Fahrradtour wird von Mitte Februar bis Ende März von Tansania über Kenia nach Äthiopien führen, und unter der Leitung des Radprofis Lionel Groult sollen die Jugendlichen nicht nur Aufbau- und Aufklärungsarbeit leisten, sondern auch zu der Wiederbelebung der Städtepartnerschaft von Rouen und Hannover beitragen.
So befinden sich unter den Teilnehmern auch Matteo Parisi aus Hannover und Bela David aus Roderbruch, die den Rintelner Schulklassen gestern bereitwillig ihr Vorhaben erklärt sowie ihre Fahrräder, die Ausrüstung und den Proviant gezeigt haben. Danach wurden die Schüler zu einem ganz besonderen Gegenstand, der zwischen ihren Zelten aufgebaut war, geführt - einem “Holzsparofen”.
“Eine Familie in Afrika benötigt zum Kochen etwa 50 Kilo Holz pro Woche”, erklärt David. “Hiermit würde sie nur etwa sieben Kilo brauchen.” Der Ofen lässt sich aus drei Konservendosen nachbauen und soll mit seiner Effizienz gleichzeitig der Wüstenbildung entgegenwirken.
Denn obwohl das Hauptaugenmerk des Projektes auf dem Bau eines Kinderzentrums imäthiopischen Bahir-Dar liegt, haben sich die Jugendlichen auch sonst viel vorgenommen: Sie haben zum Beispiel Sketche einstudiert und Comics gezeichnet, um auch ohne das Beherrschen von afrikanischen Dialekten über Malaria aufklären zu können. “Wir werden zwar Moskitonetze dabei haben, die wir verteilen, aber es ist doch viel sinnvoller, die Menschen aufzuklären”, meint Parisi.
Finanziert wird das Projekt größtenteils durch die beiden Organisationen “Les amis du monde” und “Les portes de la vie” sowie durch Spenden französischer Firmen.
Unabdingbar sind auch die Partnerschaften mit Schulen wie dem Ernestinum: Die Klassen werden die von den Radfahrern gesammelten Informationen, die jeden Abend aus Afrika via Internet verschickt werden, in ihrem Geografie-, Politik- oder Französischunterricht behandeln und auswerten. Interesse haben auch Radiosender sowie der französische Fernsehkanal “France3″ angemeldet. Auf deutscher Seite wird gerade mit dem NDR über eine mögliche Dokumentation verhandelt. Ernestinum-Lehrer André Sawade freut sich: “Wir sind stolz, an so etwas Großem beteiligt sein zu dürfen!”
© Schaumburger Zeitung, 10.10.2007
Aux sources de la vie - An den Quellen des Lebens
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Aux sources de la vie - An den Quellen des Lebens…
…steht auf den T-Shirts, die die Projektteilnehmer tragen, und meint, dorthin zu gehen, wo die Menschheit vermutlich ihren Anfang nahm, nach Afrika, und wo heute vergleichsweise viele ungünstige Faktoren auf ihre Einwohner einwirken, z. B. auf die Straßenkinder mit Hunger, Krankheit, dem Leben ohne Eltern, kriegsbedingt oder durch Krankheiten verursacht.
Die beiden Trägervereine des humanitären Projekts gleichen Namens sind im Internet unter www.raid-normandie-monde.com zu finden und in Rouen und Umgebung ansässig: Les Amis du Monde (Freunde der Welt) und Les Portes de la Vie (Tore des Lebens). Weiterlesen…
“Die Welt wird von Ingenieuren gestaltet”
“Technik-Tag” im Ernestinum: Mit Workshops und Filmen Schülern technische Berufe näher bringen
Rinteln (clb). Ingenieure entwerfen nicht nur Autos, Radios, Handys und Computer, sondern gestalten zunehmend die ganze Welt. Da die natur- und ingenieurwissenschaftliche Berufe immer mehr an Bedeutung gewinnen, in der Industrie jedoch nach wie vor ein Mangel an Fachkräften herrscht, hat im Gymnasium Ernestinum gestern der erste “Technik-Tag” stattgefunden - mit dem Ziel, gerade Gymnasiasten technische Berufe näher zu bringen. Dazu waren auch Oberstufenschüler aus Bad Nenndorf und Stadthagen ins Ernestinum einladen worden.
15 Fachleute aus den unterschiedlichsten technischen Berufsfeldern waren gestern nach Rinteln gekommen, um in 45-minütigen Vorträgen und Workshops, die jeweils in verschiedenen Klassenräumen stattfanden, zu referieren und Probleme wie Fragen zu einzelnen beruflichen Richtungen zu klären und zu beantworten. Mit dabei waren unter anderem Dr. Hubert Schmidt sowie Klaus-Werner Volker von der in Rinteln ansässigen Firma Stüken, Professor Dieter Stolle von der Fachhochschule Hannover, Nadine Tegtmeier von der Obernkirchener Bornemann GmbH sowie Jens Steinbach und Astrid Springer von der Getränkeindustrie Wesergold. Und nicht nur die Herkunft der Referenten war vielfältig - ebenso waren es die Themenbereiche, die näher erläutert wurden: Von Studiengängen wie Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau oder Ingenieurwesen bis zu typischen Werdegängen, wie den vom Physiker zum Geschäftsführer - die Gymnasiasten hatten die Möglichkeit, überall mal hereinzuschnuppern.
Zuvor begrüßte Schulleiter Reinhold Lüthen die Anwesenden im Forum des Ernestinums und ging dann näher auf die zunehmende Bedeutung technischer Berufe ein: “Mit diesem Aktionstag wollen wir darauf aufmerksam machen, wie vielfältig die Möglichkeiten und wie brillant die beruflichen Aussichten dort sind.”
Anschließend zeigte die Stiftung Niedersachsen Metall, die den “Technik-Tag” unterstützt hatte, den Kurzfilm “Ingenieure gestalten die Welt”. Hier wurde den Anwesenden veranschaulicht, wo Ingenieure und Techniker überall benötigt werden, welche Voraussetzungen für die Berufsfelder Maschinenbau, Elektrotechnik und Bauwesen verlangt werden und dass Fremdsprachenkenntnisse wie Vorpraktika immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Referent Ulrich Keyser, der selbst Physik studiert hatte, ging in seinem Gastvortrag näher auf die Molekularbiologie ein und erklärte, wie dieser Bereich gleichzeitig in die Physik und Biochemie greift.
An den Informationsständen der in Schaumburg ansässigen Firmen Stüken wie Bornemann konnten sich die Schüler zusätzlich über Ausbildungschancen in der Region erkundigen, wurden mit Broschüren wie Informationsmaterial versorgt und bekamen zugleich einen Einblick in die Betriebe. Was viele gar nicht wissen: Auch bei heimischen Firmen gibt es oft gute Einstellungschancen, die vor allem für Gymnasiasten nicht unbedingt uninteressant sind. “Zum 1. August 2007 haben wir 14 Auszubildende eingestellt”, erklärt Werner Broska, Personalleiter der Stüken GmbH. “Drei Industriekaufleute, einen Informatiker sowie zehn, die technische Berufe erlernen.”
© Schaumburger Zeitung, 28.09.2007