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"Das Volk ist viel besser als seine Regierung und deshalb verdient es eine andere."
- Gerhard Schröder, 1998
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1981-1985
Atomgegner und politischer Wechsel
In diesen Jahren sprechen sich große Teile der Bevölkerung gegen die Atomkraft aus. Dies gilt für Atomkraftwerke und natürlich auch dem Wettrüsten. Aber auch in der Politik kommt es zu gravierenden Veränderungen: Helmut Kohl wird neuer Kanzler.
Schlacht um Brokdorf - Am 28. Februar 1981 versammeln sich über 100.000 Kernkraftgegner trotz eines totalen Demonstrationsverbots in Brokdorf. Unter Polizeischutz zäunen Bautrupps das zukünftige Reaktorgelände ein.
Trotz mehrmaligen Baustopps wird der Bau am 18. Februar 1981 endgültig genehmigt. Zehntausend schwer bewaffnete Polizisten sichern das Baugelände. Doch das schreckt den militanten Kern der Demonstranten nicht ab.
Es kommt, was kommen muss: Nach starken Auseinandersetzungen bleiben Hunderte Verletzte Polizisten und Demonstranten zurück. Es kommt zu 240 Festnahmen. Im Nachhinein kann man sicherlich sagen, dass Brokdorf einen Wendepunkt in der deutschen Energiepolitik darstellt.
Eine neue Ära: Kohl wird Kanzler - Erstmals in der Geschichte des Bundesrepublik ist am 1. Oktober 1982 in Bonn ein konstruktives Misstrauensvotum [?] erfolgreich. Der Bundestag stürzt damit Bundeskanzler Helmut Schmidt und beendet dadurch nach 13 Jahren die SPD/FDP Herrschaft.
Zum sechsten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland wird der CDU Vorsitzende Helmut Kohl gewählt. Auf ihn fallen 256 Ja-Stimmen, acht mehr als erforderlich sind.
Umfragen haben ergeben, dass der FDP an der Seite der SPD der Untergang droht. Im September 1982 wollen nur noch 2,3% Prozent der Bundesbürger die FDP wählen. Die SPD steht bei 36,2% und die Union bei satten 52,7%. Auch wenn Kohl in der Deutschlandpolitik auf Kontinuität setzt, so will er doch den Willen zur Einheit der Nation wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt wissen.
Deutsche gegen das Wettrüsten - Drei Millionen Menschen beteiligen sich im Oktober 1983 an der "Aktionswoche" der westdeutschen Friedensbewegung. Mit Großdemonstrationen in zahlreichen Städten und einer geschlossenen 108km langen Menschenkette von Stuttgart bis nach Neu-Ulm wird noch einmal gegen die NATO-Nachrüstung mobilisiert.
Die meisten treibt die Angst vor einem Atomkrieg. Die Zweifel an der Kontrollierbarkeit des Wettrüstens und nicht zuletzt die Erkenntnis, dass Deutschland am stärksten von einem solchem Konflikt betroffen seinen würde, haben diese Angst geschürt. Trotzdem willigt der Bundestag am 22. November 1983 ein, dass amerikanische Mittelstreckenraketen in Deutschland stationiert werden dürfen.
Moskau bricht daraufhin die Genfer Verhandlungen ab, doch werden diese schon 1985 wieder aufgenommen. Sie führen zum weltweiten Abbau aller amerikanischen und sowjetischen Mittelstreckenraketen im 1987 abgeschlossen INF-Vertrag [?].
Der Westen im Freizeitfieber - Einst galt den Deutschen die Arbeit als höchstes Gut. Doch 1984 geht der Trend weg von den alten Werten. Zunehmend verändert sich der Alltag (gerade im Westen) durch neue Erfindungen. So beginnt der Siegeszug des Heimcomputers und das Privatfernsehen wird eingeführt. Auch nimmt die Attraktivität von Kurzurlauben zu.
Boris Becker gewinnt Wimbledon - Am 7. Juli 1985 gewinnt Boris Becker Wimbledon zum ersten Mal und wird damit der jüngste Wimbledon-Gewinner seit Bestehen des Turniers. Boris Becker gewinnt anschließend das Turnier noch zweimal, und zwar 1986 und 1989. Außerdem steht er noch weitere drei Male im Finale. 1988 und 1990 unterliegt er Stefan Edberg und 1991 Michael Stich.
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