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Johannes Rau

[Foto]Rau wurde am 16. Januar 1931 als Sohn eines evangelischen Pfarrers in Wuppertal-Barmen geboren. Nachdem er eine Buchhändlerlehre absolviert hatte, arbeitete er ab 1954 für einen theologischen Verlag und als Journalist.
   1952 trat er der Gesamtdeutschen Volkspartei von Gustav Heinemann bei und folgte diesem 1957 in die SPD. 1958 wurde Rau Vorsitzender der Jungsozialisten von Wuppertal und Vorstandsmitglied des SPD-Unterbezirks, 1964 Stadtverordneter und 1969 Oberbürgermeister seiner Heimatstadt.

1958 kam er in den nordrhein-westfälischen Landtag, 1967 wurde er Fraktionsvorsitzender der SPD, und 1970 übernahm er im Kabinett von Heinz Kühn das Ministerium für Wissenschaft und Forschung.
   1977 wurde Rau zum SPD-Landesvorsitzenden in Nordrhein-Westfalen gewählt, und 1978 löste er Kühn im Amt des Ministerpräsidenten ab. Bei den Landtagswahlen von 1980 führte er die SPD erstmals zur absoluten Mehrheit in Nordrhein-Westfalen, was ihm auch stärkeres Gewicht innerhalb der Bundes-SPD einbrachte.
   Seit 1982 stellvertretender Parteivorsitzender der Bundes-SPD, wurde Rau 1987 als Kanzlerkandidat der SPD nominiert, zog sich jedoch nach seiner Wahlniederlage gegen den Amtsinhaber Helmut Kohl wieder aus der Bundespolitik zurück.

1993 unterlag er als populärster Bewerber um die Nachfolge von Richard von Weizsäcker im Amt des Bundespräsidenten unerwartet dem Kandidaten der CDU/CSU, Roman Herzog. 1995 verfehlte die SPD in Nordrhein-Westfalen erstmals unter Raus Ägide die absolute Mehrheit und regierte in der Folge in einer Koalition mit Bündnis 90/Die Grünen.
   Nach fast 20 Jahren an der Spitze des Landes Nordrhein-Westfalen trat Rau am 27. Mai 1998 zugunsten seines Parteifreundes Wolfgang Clement, des bisherigen nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministers und "ewigen Kronprinzen", als Ministerpräsident zurück.
   Am 1. Juli 1999 trat Johannes Rau die Nachfolge von Roman Herzog an.

 

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