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Heinrich Lübke

[Foto]Heinrich Lübke wurde am 14. Oktober 1894 in Enkhausen (Meschede) im Sauerland geboren. Während der Weimarer Republik engagierte sich der diplomierte Vermessungs- und Kulturingenieur in landwirtschaftlichen Organisationen.
   Von 1926 bis 1933 war er Mitbegründer und Direktor der Deutschen Bauernschaft. Als Mitglied der Zentrumspartei gehörte er von 1931 bis 1933 dem preußischen Landtag an. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 verlor Lübke alle Ämter und war bis 1935 in Haft.
   Während des 2. Weltkrieges arbeitete er in einem Bau- und Ingenieurbüro, das auch Bauaufträge für die deutsche Rüstungsindustrie ausführte, u.a. die Heeresversuchsanstalt in Peenemünde.

1945 trat Lübke der CDU bei. Von 1946 bis 1949 gehörte er dem nordrhein-westfälischen Landtag an und war von 1947 bis 1952 Ernährungs- und Landwirtschaftsminister in Nordrhein-Westfalen. 1949/50 und von 1953 bis 1959 war er Mitglied des Bundestages und von 1953 bis 1959 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Grüner Plan).
   Am 1. Juli 1959 wurde er zum Bundespräsidenten gewählt, nachdem Konrad Adenauer seine Kandidatur zurückgezogen hatte, und 1964 mit Unterstützung der SPD im Amt bestätigt. Er unterstützte das Zustandekommen der großen Koalition (1966-1969) und förderte durch zahlreiche Staatsbesuche in Ländern der Dritten Welt den Ausbau der Entwicklungshilfe.
   Heinrich Lübke starb am 6. April 1972 in Bonn.

 

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