Roman Herzog
Roman Herzog wurde am 5. April 1934 in Landshut als Sohn einer Bankkauffrau und eines kaufmännischen Angestellten und späteren Stadtarchivars geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Landshut begann er das Studium der Rechtswissenschaft in München. Vier Jahre später legte er die erste juristische Staatsprüfung ab (1957).
1958 wurde er zum Doktor der Rechtswissenschaften promoviert. Ein Jahr lang stand er der juristischen Fakultät als Dekan vor (1967/68). 1969 wechselte er als Professor für Staatslehre und Politik an die Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer, 1971 wurde er ihr Rektor.
1973 wechselte Roman Herzog von der Wissenschaft in die Politik. Mitglied der CDU war er seit 1970. 1973 wurde er vom damaligen Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz, Helmut Kohl, zum Staatssekretär ernannt und vertrat fünf Jahre lang das Land als Bevollmächtigter beim Bund in Bonn.
1978 bekam Roman Herzog das Angebot, in die Landesregierung Baden-Württembergs einzutreten. Er wurde Minister für Kultur und Sport. Zwei Jahre später kandidierte er bei den Landtagswahlen und zog für den Wahlkreis Göppingen in den Stuttgarter Landtag ein. Roman Herzog übernahm das Innenressort.
1994 setzte sich Herzog als Kandidat der CDU/CSU für das Bundespräsidentenamt in einer Kampfabstimmung gegen den SPD-Kandidaten Johannes Rau durch und trat am 1. Juli 1994 die Nachfolge Richard Weizsäckers an.
Er erwarb sich Verdienste u.a. um die Förderung der inneren Einheit Deutschlands und die deutsch-polnische Aussöhnung. Gegen Ende des Jahres 1996, in welchem er zum beliebtesten deutschen Politiker gewählt worden war, gab Roman Herzog bekannt, dass er sich 1999 nicht mehr für das Amt des Bundespräsidenten zur Verfügung stellen wolle.
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