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Kurt Georg Kiesinger

[Foto]Als Bundestagsabgeordneter der CDU (1949-1958) führte er jahrelang den Vorsitz im Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat. Von 1954 bis 1958 leitete er, ein entschiedener Befürworter der Außenpolitik Konrad Adenauers, den außenpolitischen Ausschuss des Bundestages.
   Kiesinger wurde am 1. Dezember 1966 mit 340 gegen 109 Stimmen (bei 23 Enthaltungen) vom Bundestag zum Bundeskanzler gewählt; Außenminister wurde Willy Brandt. Im März 1967 übernahm Kiesinger auch den Bundesvorsitz der CDU, den er bis 1971 innehatte.
   Kiesingers Regierungsprogramm zielte innenpolitisch vor allem auf eine wirtschaftliche Neuorientierung sowie auf Reformen in der Sozialpolitik und im Strafrecht ab. Nach den Wahlen zum sechsten Bundestag im September 1969, die zur Bildung einer sozialliberalen Koalition unter Willy Brandt führten, trat Kiesinger am 20. Oktober 1969 zurück.
   Während seiner Amtszeit sah sich Kiesinger immer wieder heftigen Angriffen seitens der Öffentlichkeit wegen seiner früheren Mitgliedschaft in der NSDAP und seiner Tätigkeit für das nationalsozialistische Regime ausgesetzt. Von 1969 bis 1980 gehörte Kiesinger erneut dem Bundestag an.
   Er starb am 9. März 1988 in Tübingen.

  • 1904 geboren am 6. April in Ebingen
  • 1934 2. Staatsexamen als Jurist
  • 1958 Ministerpräsident von Baden-Württemberg (bis 1966)
  • 1966 am 1. Dezember Wahl zum 3. Kanzler der BRD
  • 1967 Bundesvorsitzender der CDU (bis 1971)
  • 1988 gestorben am 9. März in Tübingen

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