Ludwig Erhard
Von 1928 bis 1944 war er als Wirtschaftswissenschaftler an der Handelshochschule in Nürnberg tätig. 1945 beriet er die amerikanische Besatzungsmacht in wirtschaftspolitischen Fragen und wurde noch im gleichen Jahr Minister für Handel und Gewerbe in Bayern.
Als Direktor für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets bereitete er die Währungsreform von 1948 mit vor. Bereits 1949 zog Erhard für die CDU in den Bundestag ein.
Von 1949 bis 1963 war er Bundeswirtschaftsminister. In diesem Amt, das er 14 Jahre lang ausübte, bestimmte Erhard wesentlich die Wirtschaftspolitik der Bundesrepublik Deutschland und gilt als Hauptverantwortlicher für das so genannte Wirtschaftswunder.
Erhard war ein Verfechter der Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft, die für den sozialen Frieden in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit von entscheidender Bedeutung waren. Dank seines Ansehens bei der Bevölkerung konnte die CDU/CSU/FDP-Regierung unter Erhard 1965 erneut die Bundestagswahlen gewinnen.
Im folgenden Jahr wuchs die innerparteiliche Kritik an Erhard, es kam zu Meinungsverschiedenheiten mit der FDP über den Bundeshaushalt, und Erhard sah sich schließlich gezwungen, von seinem Amt zurückzutreten. 1966/67 war Erhard Vorsitzender der CDU, anschließend Ehrenvorsitzender der Partei.
Erhard starb am 5. Mai 1977 in Bonn.
- 1897 geboren am 4. Februar in Fürth
- 1925 Abschluss des Studiums der Volks- und Betriebswirtschaft
- 1963 Wahl zum 2. Bundeskanzler der BRD
- 1965 Wiederwahl zum Bundeskanzler
- 1966 Bundesvorsitzendes der CDU (bis 1967)
- 1977 gestorben am 5. Mai in Bonn
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