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Willy Brandt

[Foto] Von 1987 bis zu seinem Tod 1992 war er Ehrenvorsitzender seiner Partei. Nach seinem Amtsantritt als Bundeskanzler 1969 begann Brandt mit der Umsetzung innenpolitischer Reformen, die er in seiner ersten Regierungserklärung mit dem Schlagwort "Mehr Demokratie wagen" zusammenfasste.
   Wegen seiner Ostpolitik, die innenpolitisch umstritten war, genoss er international hohes Ansehen und aufgrund seiner außenpolitischen Bemühungen um eine Aussöhnung erhielt er 1971 den Friedensnobelpreis.
   1972 konnte er sich knapp gegen ein konstruktives Misstrauensvotum im Bundestag behaupten, das die CDU gegen seine Ostpolitik eingebracht hatte. Durch seine gesellschaftspolitischen Reformen versuchte er, die innenpolitische Polarisierung mit der außerparlamentarischen Opposition zu überwinden.
   1974 trat er im Zusammenhang mit einer Spionageaffäre, der so genannten Guillaume-Affäre, als Bundeskanzler zurück.

  • 1913 geboren am 18. Dezember in Lübeck
  • 1957 Regierender Bürgermeister von Berlin (bis 1996)
  • 1964 Parteivorsitzender der SPD (bis 1987)
  • 1971 Friedensnobelpreis
  • 1974 Wiederwahl zum Bundeskanzler
  • 1974 Rücktritt vom Kanzleramt
  • 1992 gestorben am 8. Oktober in Unkel

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