Die deutsch-amerikanische Freundschaft
Deutschland und USA hatten - gerade nach dem Zweiten Weltkrieg - eine angespannte Beziehung zueinander. Der amerikanische Historiker Kornblum über den Wandel dieser Entwicklung.
Amerika und Deutschland haben in den vergangenen 50 Jahren eine besondere Partnerschaft entwickelt. Ein solch positive Entwickelung wurde anfangs von keinem erwartet. Schließlich war die deutsche Zivilgesellschaft das Opfer der Hitler-Ära geworden. Trotz dieser Tatsache und zur Überraschung vieler nach dem Krieg hatten die Deutschen ihr westliches Erbe nicht vergessen.
Vor allem die Ostpolitik veränderte die politische und menschliche Landschaft in Europa. In dieser Zeit lernte man unter anderem, dass es für Fortschritt nicht immer eine Garantie gibt. Den frühen Jahren der Hoffnung folgte über ein Jahrzehnt der Konfrontation, denn das Wettrüsten dauerte an. Deutschland war sowohl das Objekt als auch der Hauptakteur in diesem historischen Drama. Die sowjetische Aufrüstung war so bedrohlich, dass viele Deutsche zu der Schlussfolgerung gelangtem, Appeasement [?] sei die einzige Option. Doch selbst wenn sich die Welt ständig verändert, sollten die Grundlagen der deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit klar bleiben. Mit über 60 Millionen Amerikanern, die auf deutsche Vorfahren zurückblicken, sollte dies auch nicht überraschen.
Die guten Beziehungen dieser beiden Länder spiegeln sich auch zum Beispiel in Studentenaustauschprogrammen, Städtepartnerschaften und den Geschäftsbeziehungen wieder. Große Ereignisse, wie der hier auch abgebildete Kennedy-Besuch 1963 in Berlin tragen weiter zu freundschaftlichen Beziehungen beider Länder bei.
Alles in allem ist John C. Kornblum der Meinung, dass die deutsch-amerikanische Geschichte durchaus als beispiellos erachtet werden kann.
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