Trauer, Tränen & tragische Momente
Diese Ereignisse markieren schicksalsträchtige Tage in der deutschen Geschichte. Ob bei dem Absturz der 'Birgen Air'-Maschine oder der ICE-Katastrophe von Eschede: Das ganze Land hat mit den Verwandten der Opfer getrauert. Immer wieder führen uns diese Ereignisse unsere Unzulänglichkeit vor Augen, die auch mit noch so moderner Technologie nicht behoben werden kann.
12. April 1999
Ein Gelenkzug der weltberühmten Wuppertaler Schwebebahn stürzt 12 Meter tief in die Wupper. 4 Menschen kommen ums Leben, über 45 werden verletzt.
3. Juni 1998
Bei dem schwersten Zugunglück in der BRD sterben bei Eschede mehr als 100 Menschen.
An einem Mittwoch Morgen steigen zahllose Fahrgäste den ICE 884 von München nach Hamburg - eine ganz normale Fahrt in einem Hochgeschwindigkeitszug. Um 10.59 Uhr entgleist der Zug beim Dorf Eschede zwischen Celle und Uelzen. Die Anwohner hören zunächst nur ein lautes Donnern.
Den ersten Helfern am Unfallort bietet sich ein grausiges Bild: Tote liegen teilweise verstümmelt zwischen den Trümmern. Schwerverletzte sind eingeklemmt und schreien blutend nach Hilfe.
Sehr schnell sind auch über 1000 professionelle und ehrenamtliche Helfer an Ort und Stelle und tun alles Menschenmögliche, um den Verletzten beizustehen. Ein Team von 10 Notärzten birgt die Schwerverletzten aus den Bergen von Schutt, Metallteilen, Glas und Staub.
Warum der High-Tech-Zug so schrecklich verunglückte, ist mittlerweile geklärt: es war ein nicht erkannter Materialfehler an einem Rad.
Juli / August 1997
Das Hochwasser der Oder richtet allein auf deutscher Seite einen Gesamtschaden von über 500 Millionen DM an. Das "Jahrhundert-Hochwasser" ist die bisher größte Naturkatastrophe im wiedervereinigten Deutschland. Zusammen mit anderen Hilfsorganisationen kämpft die Bundeswehr mehrere Wochen mit rund 10.000 Soldaten um den Erhalt der durchweichten Dämme. Dank ihrer Mithilfe kann größeres Unglück verhindert werden.
11. April 1996
Bei einer Brandkatastrophe auf dem Düsseldorfer Flughafen verlieren 16 Menschen ihr Leben, etwa 60 weitere werden verletzt. Das Feuer entstand bei Schweißarbeiten.
6. Februar 1996
164 deutsche Urlauber kommen beim Absturz einer Boeing 757 der türkischen Fluglinie Birgen Air ums Leben, als die Maschine kurz nach dem Start in der Dominikanischen Republik ins Meer stürzt.
28. August 1988
Der Schauflug einer italienischen Kunststaffel in Ramstein endet nach einer Kollision zweier Düsenjets in der Luft für 70 Zuschauer tödlich.
Es war ein sonniger Spätsommertag. Auf dem Flugplatz der US-Luftwaffe im pfälzischen Ramstein tummeln sich am "Tag der offenen Tür" rund 350.000 Menschen.
Gegen 16 Uhr steigt die italienische Kunststaffel "Frecce Tricolori" in die Luft, die Düsenjets malen ein Herz in den Himmel - und dann geraten drei Maschinen außer Kontrolle, eine stürzt wie ein Feuerball explodierend in die Menschenmenge. In Sekundenschnelle breitet sich über dem Unfallort ein Flammenmeer aus: Tote, Verletzte - die Airbase gleicht einem Schlachtfeld; ganz Deutschland ist geschockt.
Im Anschluss an Ramstein wurden militärische Kunstflugvorführungen auf deutschem Boden verboten. Doch schon drei Jahre später wurde dieses Verbot wieder relativiert. Die Vorschriften neuen Vorschriften: Zuschauer dürfen nicht mehr überflogen werden und Manöver müssen mindestens 250 Meter von den Besuchern entfernt geflogen werden.
27. März 1988
Schwere Überschwemmungen lassen in Bayern die Donau-Dämme an einigen Stellen brechen.
7. Juli 1987
Ein Tanklaster verunglückt aufgrund defekter Bremsen im hessischen Herborn, setzt neun Häuser in Brand und tötet mehrere Menschen.
23. Juni 1969
Ein bei Bingen in den Rhein eingeleitetes, von der Firma Hoechst hergestelltes Insektenvertilgungsmittel führt zur Vernichtung des gesamten Fischbestandes flussabwärts.
24. Oktober 1963
Durch den Einbruch von Wasser und Schlammmassen aus einem nahegelegenen See werden in der Erzgrube "Mathilde" in Lengede 29 Bergleute getötet, 21 können nach 2 Wochen lebend geborgen werden.
17. Februar 1962
Norddeutschland wird von einer Flutkatastrophe heimgesucht. Die von der Katastrophe im Schlaf überraschten Bewohner versuchen verzweifelt, sich auf Hausdächer und Bäume zu retten. Rund ein Fünftel der Hansestadt ist überschwemmt.
Mit einer Sturmflut solchen Ausmaßes hatte in Hamburg niemand gerechnet - es beginnt ein verzweifelter, improvisierter Kampf gegen die Fluten.
Die Bundeswehr setzt gemeinsam mit amerikanischen Fliegern in vermehrtem Maße Hubschrauber ein. Außerdem sind über die große Zahl von Schlauchbooten hinaus auch Sturmboote der Bundeswehr im Anmarsch auf Hamburg.
Trotz aller Bemühungen ist das Ausmaß der Sturmflut katastrophal: Sie hat 337 Menschenleben gefordert, etwa 75.000 Menschen obdachlos gemacht und einen Sachschaden von 2,9 Milliarden Mark angerichtet.
17. Dezember 1960
Eine amerikanische Militärmaschine stürzt über München ab und verbrennt in der Münchener Innenstadt. 49 Menschen kommen ums Leben.
7. Oktober 1960
Eine dänische Hochseefähre rammt auf dem Rhein bei Emmerich ein belgisches Tankschiff, das über 720 Tonnen Leichtbenzin geladen hat. Die explosive Ladung entzündet sich, die Wasseroberfläche des Rheins verwandelt sich in ein Flammenmeer; 11 Schiffe gehen in Flammen auf.
22. März 1952
Bei der bisher schwersten Flugzeugkatastrophe über der BRD sterben in der Nähe von Frankfurt 45 Menschen.
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