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Die Geschichte der DDR

[Walter Ulrbricht]Gegründet am 7. Oktober 1949, war die DDR von Anfang an als Gegengewicht zu der von den westlichen Alliierten geprägten Bundesrepublik gedacht. Der erste Praxisversuch des Sozialismus auf deutschem Boden war von Anfang an von totalitären Strukturen geprägt: SPD und Kommunisten fusionierten zwangsweise zur Sozialistischen Einheitspartei SED, politische Opposition fand von Anfang an nicht statt.

   Der wirklich starke Mann in der Gründertagen der DDR war Walter Ulbricht, zunächst "nur" Erster Stellvertreter des Ministerpräsidenten. Er baute seine Machtposition in Staat und Partei Stück für Stück aus und vereinte ab 1960 nach dem Tod Piecks als Staats- und Parteichef nahezu alle Macht in seiner Person.
   Doch konnte auch Ulbricht nichts daran ändern, dass sich schon in den ersten Jahren nach der Staatsgründung beträchtliche Unzufriedenheit bei den Ostdeutschen herauskristallisierte. Schon bald entwickelte sich eine Versorgungskrise in der DDR, auf deren Höhepunkt die Bürger 1953 auf die Barrikaden gingen. Doch der Aufstand des Volkes wurde am 17. Juni 1953 von russischen Panzern niedergewalzt. Mindestens 50 Menschen kamen dabei um. Fortan war die UdSSR militärisch andauernd präsent.

[Flagge der DDR]   Die versteckt vorhandenen diktatorischen Grundzüge des Regimes verstärkten sich spätestens 1960 zur Endgültigkeit, als Walter Ulbricht, ein getreuer Vasall Moskaus, nach dem Tode Piecks das Kommando alleine übernahm. Angesichts der anhaltend hohen Zahl von Flüchtlingen, war es Ulbricht, der, gemeinsam mit seinem späteren Nachfolger Honecker, eines der grausigsten Bauwerke der Geschichte errichten ließ: Ab dem 13. August durchschnitt eine kilometerlange Mauer Berlin in einen Ost- und einen Westteil. Die Berliner Mauer erwies sich im Lauf der späteren Jahrzehnte als eine der blutigsten Grenzen der Welt: Rund 500 Menschen starben dort bis 1989. (siehe auch: Die Geschichte des Brandenburger Tores)

[Erich Honecker]   Doch auch mit der Ablösung Ulbrichts und unter dem neuen Machthaber Erich Honecker änderte sich für die Menschen in der DDR nicht viel. Freiheit war ein Begriff, den der durchschnittliche DDR-Bürger allenfalls aus dem Wörterbuch kannte.
   In den 80er Jahren wurde die DDR zusehends von den Resultaten jahrelanger Misswirtschaft geplagt. Die finanziellen Probleme wurden immer größer und offenkundiger. 1983 rettete ausgerechnet der bayerische Ministerpräsident Strauß mit einem umstrittenen Milliardenkredit die Existenz des SED-Staates noch einmal für einige Jahre.
   Trotzdem ließ sich die Parteiführung nicht zu Reformen nach sowjetischem Vorbild bewegen, selbst dann nicht, als die Menschen 1989 schon zu Zehntausenden auf die Straße gingen. Ganz offenkundig gefälschte Kommunalwahlen im Mai 1989 taten ein übriges, um die Bürger endgültig gegen den Staat aufzubringen, in dem sie ihr Leben verbrachten. Nur wenige Zeit später ging der Staat endgültig in die Knie.

 

Quelle: ZDF News (Link)
"Die Geschichte der Deutschen" (CD-ROM)

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