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Die Plenarsäle des Deutschen Bundestages von 1949 bis 1999

Frankfurt oder Bonn? Kreisrund oder Halbrund? Bonn oder Berlin? Die Geschichte der Plenarsäle des Deutschen Bundestages ist so vielfältig und wechselhaft, wie die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

[Plenarsaal in Bonn 1976.]Am 10. Mai 1949 hatte der Parlamentarische Rat [?] mit knapper Mehrheit Bonn zum "vorläufigen Sitz der Bundesorgane bestimmt".
   Am 14. August 1949 wurde der erste Deutsche Bundestag gewählt. Alterspräsident Paul Löbe (SPD) eröffnete am 7. September 1949 die erste Sitzung der 392 Abgeordneten im ersten Plenarsaal.
   Anfang der 80 Jahre begann eine lebhafte Diskussion um die Erneuerung des mittlerweile baufälligen Sitzungssaales. Am 9. September 1986 zogen die 520 Parlamentarier in den "Not–Plenarsaal" im alten Wasserwerk in Bonn ein. Dieses Provisorium war ursprünglich für nur zwei Jahre geplant. Doch schon bald erkannten die Verantwortlichen, dass der Umbau des alten Plenarsaales in dieser Zeit nicht zu schaffen sei. Am 5. Juni 1987 entschloss man sich endgültig für einen Neubau des Plenarsaales. In der gleichen Sitzung entschloss man sich auch für eine kreisrunde Sitzordnung. Die Kosten für diesen Plenarsaal beliefen sich auf über 250 Millionen Mark.

[Der neue Saal in Berlin.]Nach der Wiedervereinigung 1990 mussten die Entwürfe noch einmal verändert werden, da nun weitere 150 Sitze für Abgeordnete aus der ehemaligen DDR mit in die Planung eingebaut werden mussten. Am 30. Oktober 1992 konnte dann endlich der neue Plenarsaal eingeweiht werden. Auf einer Grundfläche von 1230 qm waren die 662 Abgeordnetenplätze kreisrund angeordnet. Zu diesem Zeitpunkt stand jedoch bereits fest, dass der Deutsche Bundestag seinen Sitz von Bonn nach Berlin verlegen wird. Am 19. April 1999 eröffnete Wolfgang Thierse feierlich den neuen Plenarsaal in Berlin.
   Funktional, übersichtlich und transparent, so präsentiert sich das neu gestaltete Reichstagsgebäude. Im 1200 qm großen Sitzungssaal sind die Plätze der Abgeordneten im "Dreiviertelkreis" elliptisch angeordnet. Im Übrigen wurde das Wappentier des Deutschen Bundestages – der Adler – auf der Grundlage des Bonner Bundestagsadlers neu gestaltet und ist mit 58 qm um etwa ein Drittel größer als seine Vorgänger in den Bonner Plenarsälen.
 

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